Ausweglos
GenreKurzfilm
RegieJan Siebel, Christian Schega
Laufzeit7:00 Minuten
SpracheDeutsch, Englisch
FormatFotos, DVCProHD, Canon 7D
Jahr2010
LandDeutschland, Österreich, Großbritannien
Nummer032

Eine dunkle Nacht liegt über der Stadt, der Regen prasselt unaufhörlich nieder. Ein Toter liegt in einer dunklen Gasse. Und der Mörder sucht Zuflucht in einem Pub - wo er schon bald feststellen muss, dass in seinem Leben einiges aus der Bahn geraten ist.

Nach dem Erfolg von \"Subkultur\" hatte ich Lust, die Technik des Films weiter zu entwickeln und mehr damit zu machen. Damals ging es darum, zu zeigen, dass es möglich ist, ausschließlich mit Fotos und einem Sprecher eine Geschichte zu erzählen. Ein Nachteil dieser Technik ist, dass man keine Menschen sprechen lassen kann, weil sich eben die Lippen nicht bewegen können und ohne Lippenbewegungen wirkt ein Dialog sehr seltsam. Daher kam ich auf die Idee, die 2,5D-Animation um eine einzige Videoebene zu ergänzen, nämlich die mit dem Schauspieler. Somit ist nur der Protagonist dreidimensional, alle anderen Darsteller und die ganze Welt um den Protagonisten besteht aus zweidimensionalen Fotos, ergänzt um ein paar Computeranimationen wie Regen.

Auf einer Zugfahrt schrieb ich dann den ersten Entwurf für das Drehbuch von Ausweglos. Das entscheidende war, eine Geschichte zu schreiben, in der nur ein Darsteller wirklich spricht. Schon lange vor den Dreharbeiten zu \"Geldregen\" im April 2009 sprach ich Jan Siebel an, ob er daran Interesse hätte, auch bei diesem Film mitzuwirken. Er war gleich mit dabei und wollte auch bei der Effektbearbeitung mitwirken, was dann letztlich leider nicht geklappt hat. Jedoch führten wir wieder gemeinsam Regie und besprachen die einzelnen Schritte des Projekts.

Der Film erfüllte jedoch auch gleichzeitig einen Wunsch von Alexander Mohr und mir, denn wir wollten schon seit einer ganzen Weile mal wieder einen Film zusammen machen. In diesem Fall wollte Alexander Mohr mal nur als Schauspieler am Set sein, was sich bei diesem Projekt absolut bewährt hat. Jedoch half er auch noch mit, den Dialogen den letzten Schliff zu verpassen und gab immer wieder sehr hilfreiche Feedbacks bei der Nachbearbeitung.

Gedreht wurde der Film bereits im August 2009 im Brennans Pub und in der Nonnengasse in Landau. Im Brennans Pub wollten wir ohnehin schon immer mal einen Film drehen. Die Nonnengasse hat für uns jedoch eine besondere Bedeutung. Ziemlich genau fünf Jahre zuvor drehten wir genau dort eine Szene für den Film \"Blutsbande\". In der Nachbearbeitung nutzte ich dann zusätzlich ein Bild von einem Nachthimmel, der ursprünglich für das Plakat von \"Blutsbande\" gemacht wurde. Die Laufszenen drehten wir in einem Fitnesstudio. An insgesamt zwei Drehtagen drehten wir den kompletten Film ab. Ricky Wagner und Inge Schmidt halfen uns noch bei der Beleuchtung, beim Greenscreen aufbauen und was sonst noch an einem solchen Dreh anfällt.

Auch wenn zwar viel Zeit zwischen Dreh und Fertigstellung verging, war der Film doch eher ein kleines und stressfreies Projekt. Jetzt hoffen wir, dass er auch beim Publikum gut ankommt.

Den Film werden wir auf dieser Website allerdings erst nächstes Jahr veröffentlichen. Wir werden an dieser Stelle informieren, wenn der Film auf einem Filmfestival zu sehen ist.